Das Combat Antisemitism Movement gab am 3. November bekannt, dass seine Beauftragte für das afroamerikanische Bündnis, Dazia Wallerson, gemeinsam mit mehr als 200 schwarzen und jüdischen Führungspersönlichkeiten am 2. nationalen Treffen der Black-Jewish Alliance in Chicago teilgenommen hat, das vom 12. bis 14. Oktober 2026 stattfand. CAM verlinkte auf seinen eigenen Bericht über die Zusammenkunft und zitierte Wallerson mit ihren Worten darüber, worauf es bei dieser Arbeit wirklich ankommt.
„Es ist die persönliche Beziehung, die uns weiterbringen wird“, zitierte CAM Wallerson.
Laut dem Bericht von CAM wurde der Gipfel vom EXODUS Leadership Forum, der Redstone Family Foundation und The Unity Forum ausgerichtet. Persönlichkeiten aus Zivilgesellschaft, Geistlichkeit, Bildungswesen, Kunst und Philanthropie sowie Studierende kamen zusammen, um dem erstarkenden Antisemitismus und Rassismus entgegenzutreten und eine gemeinsame nationale Strategie für die traditionsreiche afroamerikanisch-jüdische Partnerschaft voranzutreiben. Das Treffen in Chicago folgte auf eine Auftaktveranstaltung in Miami im Mai, an der Wallerson ebenfalls teilgenommen hatte.
Wer sprach und welchen Beitrag CAM leistete
CAM nannte die Hauptredner: Fernsehmoderator Van Jones, Medienmanagerin und Philanthropin Shari Redstone, Bürgerrechtsführer Dr. Benjamin Chavis sowie Dr. Susannah Heschel, Eli M. Black Distinguished Professor für Jüdische Studien am Dartmouth College. Wallerson moderierte eine Arbeitsgruppe zu kontroversen Streitfragen („wedge issues“), beteiligte sich an der Arbeitsgruppe „Shaping the Narrative“ und stellte das Robert M. Beren Bridge Builders Fellowship von CAM vor – ein einjähriges Förderprogramm für schwarze und jüdische Studierendenleiter.
Die erstmals in Miami vorgestellte nationale Strategie für die afroamerikanisch-jüdische Partnerschaft ruht laut CAM auf fünf Säulen: Stärkung des historischen Verständnisses, Vertiefung persönlicher Beziehungen und gegenseitigen Vertrauens, Gestaltung einer öffentlichen Erzählung des Schulterschlusses, übergreifende Koordination sowie der Ausbau von Allianzen für die gemeinsame Interessenvertretung. Wallerson erklärte gegenüber CAM: „Manchmal müssen wir mit einem Lied, einer gemeinsamen Mahlzeit oder ein paar ruhigen Minuten beginnen, bevor wir uns an die eigentliche Arbeit machen.“ Sie fügte hinzu, dass diese Verbundenheit die Teilnehmenden „weit über Antisemitismus, Rassismus und Hass hinaus tragen“ werde.
Warum das Bündnis ein wichtiges Thema im Kampf gegen Antisemitismus ist
In CAMs eigener Berichterstattung wird das Treffen in Chicago in eine Reihe von Foren für afroamerikanisch-jüdische Einheit eingeordnet, die in diesem Jahr auch in Philadelphia, Baltimore und Atlanta stattfanden. Der Beitrag versteht sich nicht als nüchterner Polizeibericht, sondern dokumentiert das Bemühen von Institutionen, eine politische Allianz wiederzubeleben, die einst gemeinsam gegen Diskriminierung stritt und die durch antisemitische Kampagnen heute gezielt gespalten werden soll. In westlichen Großstädten tarnt sich Judenhass nicht selten im Gewand sozialer und rassischer Gerechtigkeit. Dass ein Saal mit 200 schwarzen und jüdischen Spitzenvertretern sich dieser Spaltung verweigert, ist das klare Gegenzeichen, das CAM ausdrücklich dokumentieren wollte.