Scharfe Verurteilung von Boykotten gegen jüdische Betriebe
Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Nichtregierungsorganisationen haben scharfe Kritik geübt, nachdem am Vorabend des Jahrestags der Reichspogromnacht jüdische Betriebe ins Visier genommen wurden. Einem Bericht von CNN zufolge verurteilte Moderator Smerconish einen geplanten Boykott gegen jüdische Restaurants in Philadelphia. Er bezeichnete die Aktion als unverhohlenen Antisemitismus und nannte die begleitende Rhetorik „einige der abscheulichsten Äußerungen, die ich je erlebt habe“.
In gleichlautenden Erklärungen des Combat Antisemitism Movement betonte die Organisation, dass Kampagnen, die ausgerechnet im zeitlichen Umfeld des Gedenkens an die Pogromnacht gezielt jüdische Geschäfte herausgreifen, ein alarmierendes Signal für den fortwährenden Judenhass in amerikanischen Kommunen darstellen.
Smerconish verurteilt Restaurant-Boykott in Philadelphia
Laut einem am 7. November 2026 auf CNN ausgestrahlten Beitrag ging Smerconish auf die geplante Kampagne in Philadelphia ein, die am Vorabend der Reichspogromnacht zum Boykott jüdischer Restaurants aufrief. Smerconish verurteilte das Vorhaben in aller Deutlichkeit und stufte es als eklatanten Antisemitismus ein.
In seinem Kommentar appellierte Smerconish direkt an die Bevölkerung Philadelphias, sich schützend vor die betroffenen Händler zu stellen und den von den Boykottaufrufen betroffenen jüdischen Restaurants unmissverständlich den Rücken zu stärken.
Combat Antisemitism Movement fordert Konsequenzen auf kommunaler Ebene
Die Organisation würdigte das Engagement ihrer Kollegin Lisa Katz, die den Austausch des CAM mit Kommunalverwaltungen in den gesamten Vereinigten Staaten koordiniert.
Nach Einschätzung des Combat Antisemitism Movement führt der gezielte Druck auf jüdische Gewerbetreibende unmittelbar vor dem Gedenktag an die Reichspogromnacht unmissverständlich vor Augen, dass antisemitischer Hass keine abgeschlossene historische Epoche ist, sondern eine reale, gegenwärtige Bedrohung darstellt.
Die Initiative forderte die Verantwortlichen in Kommunalpolitik und Verwaltung auf, Flagge zu zeigen, solchen Aktionen entschieden entgegenzutreten und sie öffentlich anzuprangern:
Städte stehen in der Pflicht, die Dinge beim Namen zu nennen, sie unmissverständlich zu verurteilen und konsequent durchzugreifen.
Forderung nach bürgerschaftlichem Engagement und gesellschaftlicher Solidarität
Während Smerconish die Bürger vor Ort dazu aufrief, Solidarität zu beweisen und die betroffenen Restaurants in Philadelphia gezielt zu besuchen, unterstrich das Combat Antisemitism Movement, dass die Kommunalbehörden im ganzen Land ihrer Verantwortung gerecht werden müssen, antisemitische Vorfälle klar zu verurteilen und entschlossene Schritte einzuleiten.