Holocaustüberlebende trugen durch individuelle Lebenswege, die sich im Detail dokumentieren lassen, zur israelischen Kultur und Wissenschaft bei. Aharon Appelfeld überlebte den Krieg als Kind, erreichte Israel 1946, wurde hebräischsprachiger Autor und lehrte später hebräische Literatur an der Ben-Gurion-Universität des Negev, wie das Israelische Institut für hebräische Literatur dokumentiert. Seine Geschichte verbindet Überleben und Einwanderung mit einer nachhaltigen literarischen und akademischen Laufbahn.
Aharon Appelfelds Weg zur hebräischen Literatur
Appelfeld wurde 1932 bei Czernowitz geboren. Er war acht Jahre alt, als seine Mutter ermordet wurde und er gemeinsam mit seinem Vater in ein Konzentrationslager gebracht wurde. Er entkam, überlebte versteckt und schloss sich schließlich als Koch der sowjetischen Armee an. 1946 erreichte Appelfeld das Israel vor der Staatsgründung. Hebräisch wurde die Sprache, in der er seine schriftstellerische Laufbahn aufbaute.
In seinen Romanen kehrte er häufig zum jüdischen Leben in Europa und zum Holocaust zurück; das Israelische Institut für hebräische Literatur dokumentiert die internationale Veröffentlichung seiner Werke. Appelfelds Schriften erschienen laut dem Israelischen Institut für hebräische Literatur in mehr als 25 Sprachen. 1983 erhielt er den Israel-Preis. Von 1979 bis zu seinem Ruhestand war er Professor für hebräische Literatur an der Ben-Gurion-Universität des Negev.
Schreiben, Lehren und Erinnerung bewahren
Appelfelds Bücher eröffneten Lesern einen literarischen Zugang zu den Erfahrungen der europäischen Juden vor und während des Holocaust sowie zur anschließenden Entwurzelung, wie das Israelische Institut für hebräische Literatur anmerkt. Seine Werke ersetzten weder Zeugenaussagen noch historische Dokumentation; sie waren ein Beitrag zur hebräischen Literatur, geprägt von seinem eigenen Leben und dem Neubeginn in Israel.
Wie das Archiv der Ben-Gurion-Universität ausführlich beschreibt, erweiterte seine akademische Arbeit diesen Beitrag um die Lehre. Das Archiv der Ben-Gurion-Universität bewahrt seine Unterlagen auf und beschreibt, wie seine Erfahrungen als junger Überlebender und seine Eingliederung in Israel in seinem Schreiben nachklingen. An der Universität verband sich literarisches Schaffen mit Forschung und studentischer Bildung.
Konkrete Lebenswege statt einer einzigen Gesamtzahl
Überlebende traten zu unterschiedlichen Lebenszeiten und in vielen Berufen in die israelische Gesellschaft ein. Appelfeld ist ein gut dokumentiertes Beispiel für den Weg eines Schriftstellers, aber keine Grundlage für pauschale Behauptungen über jede Universität, Technologie oder kulturelle Errungenschaft. Andere Überlebende gründeten Heime und gemeinschaftliche Institutionen, darunter Lohamei Hagetaot und sein Museum.
Zum größeren Zusammenhang von Migration und öffentlichem Gedenken lesen Sie den Überblick über die Gründergeneration und den Bericht über Zeugnisse von Überlebenden und das Gedenken.